Die lange Ruhe hatte ich doch bitter nötig und geduscht in einem Bett zu schlafen tat auch wieder gut.
Für den Tag heute habe ich schon einmal die Optionen abgewogen und bin zum Entschluss gekommen nicht den kompletten Weg an der Küste zu gehen. Zum einen habe ich so die Bus Option in einer der beiden nächsten Städte, falls der Wind zu arg wird oder ich zu schwach, und zum anderen kann ich so noch etwas vom Inland sehen. Außerdem spare ich so 4-5 Kilometer ein.
Entgegen der letzten Tage lasse ich mir heute alle Zeit der Welt. Um 8:30 wird das Super-Frühstück serviert. Das war die richtige Wahl!
Kurz vor 10 geht es dann los. An einer weiteren Mühle hinein nach Tefia und fast immer auf Pisten weiter nach Tindaya. Unterwegs treffe ich auf einen einsamen Esel der freudig zu mir angaloppiert kommt als ich ihn grüße. Leider habe ich nichts für ihn :(
Recht skurill ist dann das Denkmal zu Ehren des spanischen Schriftstellers und Philosophen Miguel de Unamuno y Jugo, das entlang des Weges vom Berghang trohnt.
Nach Tindaya geht es noch ein Stück weiter auf dem GR131 vorbei an dem gleichnamigen heiligen Berg, der aktuell nicht begangen werden darf.
Dann geht es durch karge, weite Landschaft Nord West wärts Richtung Küste.
Das hat irgendwie noch Mal was und ich bin froh nicht den langen Küstenweg gewählt zu haben.
Der Wind bläst kräftig aber zumeist eher seitlich von hinten.
An der Küste angelangt suche ich mir ein schönes Plätzchen und lege eine längere Pause ein.
Unverhofft kommt ein Atlashörnchen zu mir. Die sind schon so zutraulich, dass der mir nichts dir nichts aufs Bein klettert. Da es hier aktuell ja nicht besonders trocken ist gehe ich nicht davon aus daß es ans Wasser möchte, sondern es auf andere Leckereien abgesehen hat. So knuffig es auch dreinschaut, ich bleibe hart! Kurz noch für die Kamera in Pose geworfen und da verschwindet es erstmal wieder. Ich genieße die Wellen und die Ruhe. Obwohl inzwischen doch recht nah an El Cotillio, ist es tatsächlich fast komplett menschenleer. Das Atlashörnchen düst dann noch einmal unter meinen Beinen durch und verabschiedet sich kurz darauf die Klippen hinunter.
Das letzte Stück geht es nun den Küstenweg entlang nach El Cotillio. Tolle Steillippen und dazwischen auch ein paar Sandstrände.
Da ich, den Weg Beschaffenheiten geachuldet, recht zügig voran gekommen bin ist es noch relativ früh. Daher lege ich an einem geachützen Platz etwas oberhalb des Strandes noch einmal eine kleine Pause ein. Hier gesellt sich erst ein, dann ein weiterer Kolkrabe zu mir.
Ich gehe zur Abwechslung ein Stück über den Strand aber dort wird man regelrecht vom Wind mit Sandkörnern beschossen. Unangenehm.
Um kurz vor sieben begebe ich mich auf die Dachterrasse des Hotels. Dort ist zum einen der Hotel Pool und zum anderen die Rooftopbar. Wäre jetzt nicht so meins da zu planschen während direkt daneben die Leute Essen und Trinken.
Trotz des Windes sind einige Tische belegt und sie genießen den Sonnenuntergang.
Ich schlender dann noch ein paar Meter zum Meer.
Anschließend geht es noch auf kurze Souvenirjagdt. Entgegen den bei Google hinterlegten Öffnungszeiten hat der Laden nicht mehr geöffnet aber dafür finde ich einen anderen mit einer netten Inhaberin.
Derweil herrscht zunehmende Betriebsamkeit auf den Straßen. Alle strömen aus zum Essen gehen. Bei dem Wind sitzen allerdings nur die harten draußen und bei mir bleibt die Küche heute kalt.
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Garmin behauptet es wären 760 Anstieg und 940 Abstieg, was bei dem Höhenprofil vollkommen daneben ist..
Komoot 190/330
Gpxstudio 295/447
Bei der Moving Time kommt das heute zwar gut hin aber ansonsten scheint mir das bei Garmin häufig eher suspekt wenig.. Auf nichts ist Verlass!