Um acht höre ich den Wind und Regen toben und bin froh noch nicht raus zu müssen.
Da die Mini-Fähre um 11:15 nur 20€ anstelle von 31/33€ kostet und das zeitlich auch passen liegtbfällt die Wahl nicht schwer.
Vorher gilt es nur noch Briefmarken zu beschaffen und einkaufen zu gehen.
Es regnet noch immer etwas und die Straßen stehen teils gut Unterwasser.
Bei Correos zieh ich meine Nummer. Es warten zwar ein paar andere aber hätte ich geahnt, dass die so langsam arbeiten, dann hätte ich dazwischen noch zweimal einkaufen gehen können. Nach über zwanzig Minuten kann ich dann endlich im besten spanisch die Briefmarken kaufen.
Noch fix zum Hiperdino, kurzes Frühstück und schon ging es zum Hafen.
Bei dem Wetter ist die Überfahrt natürlich kein Genuss. Alles grau und durchaus rauer Seegang.
Da holen sich manche vorsichtshalber direkt die Kotztüten.
In Playa Blanca geht es wieder an Land. Damit fehlt nur noch La Graciosa in der Sammlung.
Trotz des bescheidenen Wetters ist die Promenade rappelvoll. Mein Plan war eigentlich mich auch dort zu tummeln und dann später den Bus zu nehmen.
Da ich nicht wirklich weiß was ich da zum Zeitvertreib machen könnte, die Sonne hervorkommt und den Tag doch noch etwas nutzen möchte wander ich los. Im worst Case werden das eben ungemütliche 3-4 Stunden.
So steuer ich den GR131 von Lanzarote an.
Auch hier muss es ziemlich geschüttet haben, denn das Wasser steht vielfach auf dem Weg.
Es ist zwar ein eher monotoner Weg aber irgendwie finde ich gefallen daran. Nur der stärker werdende Nieselregel muss doch nicht sein.
Eigentlich ist das mit Regensachen ja auch nicht so super schlimm nur hab ich halt nur die Jacke mitgenommen und die scheint mir auch nicht mehr so super zu funktionieren.
Es hält sich zum Glück alles in Grenzen und wenn dann die Sonne durchbricht trocknet alles auch wieder fix.
Ich erreiche Las Brenas, dass wie ein nobeler Vorort mit vielen tollen Häusern wirkt.
Eine kurze Rast und dann geht es an den Endspurt.
Auf der Straße sind nicht nur normale Radler unterwegs sondern auch Rollstuhlfahrradfahrer,
die selbstverständlich auch in Aeroposition vorgebeugt sind!
In Yaiza steht eine Villa auf einem riesen Grundstück, auf dem sie mit schwarzem Sand eingerahmt ist. Sieht zumindest von oben spektakulär aus.
Am Apartment klappt alles reibungslos und ich kann erstmal warm duschen und entspannen.
Halb acht raffe ich mich zum Essen gehen auf und es geht noch einmal 1,5 km zurück.
Die Papas Arugadas machen heute Mal ihrem Namen alle Ehre und es ist zudem eine riesen Portion für 6,5€. Dazu gibt es Chorizo, die schmackhaft aber schon sehr fettig sind.
Ein Nachtisch passt danach nicht mehr rein.